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Ende November kommt der Polestar 4 SUV zu den Händlern in Österreich. [2] Es ist der Polestar 4 mit Heckscheibe: Das bisherige Modell, offiziell Coupé, hat hinten nur Blech und zeigt den Verkehr dahinter über eine Kamera im Innenspiegel. Das Elektro-SUV der schwedischen Marke Polestar bekommt nun ein steiles Heck, mehr Kofferraum und eine Dachreling. [1] Es kostet ab 57.990 Euro und damit 2.000 Euro weniger als das Coupé. [3] [4] Wer es als Dienstwagen fahren will, sollte aber vor allem auf den Jänner schauen: Dann endet für Elektro-Firmenautos die Null beim Sachbezug, und beim Polestar 4 SUV liegt schon die günstigste Version über dem Deckel.
Polestar 4 SUV in Österreich: was die Versionen kosten
Technisch übernimmt das SUV den Antrieb des Coupés: Akku mit 100 kWh (94 kWh nutzbar), 400-Volt-Technik und entweder ein Motor hinten oder zwei Motoren mit Allrad. [3] [1] Polestar Österreich nennt diese Listenpreise inklusive Umsatzsteuer. NoVA fällt bei Elektroautos keine an. [3] [9]
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Mehr als 60 km/h zu schnell im Ort kostet in Österreich vorerst das Auto, doch von den Hunderten abgenommenen Raser-Autos wurden bisher nur wenige versteigert
| Polestar 4 SUV | Leistung, Antrieb | Listenpreis |
|---|---|---|
| Rear Motor | 200 kW (272 PS), Heck | 57.990 € |
| Dual Motor | 400 kW (544 PS), Allrad | 63.990 € |
| Dual Motor + Performance-Paket | 400 kW, 22 Zoll, aktive Dämpfer | 68.490 € |
Laut WLTP kommt der Rear Motor 630 Kilometer weit, der Dual Motor 600 Kilometer. Das Performance-Paket kostet 4.500 Euro, das Business-Paket mit Pilot- und Komfortpaket und getönten hinteren Scheiben 2.200 Euro. [3] [5] Für den Allradler verlangt Polestar in Österreich 6.000 Euro Aufpreis. Die 8.000 Euro, die mitunter genannt werden, sind der Abstand in Deutschland, wo die Preise bei 57.900 und 65.900 Euro beginnen. [10] Ohne Umsatzsteuer gerechnet, also mit 20 Prozent in Österreich und 19 Prozent in Deutschland, ist der Dual Motor bei uns damit rund 2.050 Euro billiger, der Rear Motor rund 330 Euro. [11]
Zum Start gibt es zwei Aktionen, beide für Bestellungen bis 30. November 2026 und Auslieferung bis 31. März 2027. Der „SUV-Bonus“ zieht bei neu konfigurierten Autos 4.000 Euro ab, der Rear Motor kostet damit 53.990 Euro. Als „First Edition“ gibt es vorhandene Dual-Motor-Autos mit Prime-Paket (Pilot-, Plus- und Komfortpaket, getönte Scheiben hinten) mit 10.100 Euro Preisvorteil um 59.990 Euro. [6] Für den Rear Motor mit Bonus rechnet Polestar beim Leasing mit 16.197 Euro Anzahlung, 36 Raten zu 282,97 Euro und 28.587,74 Euro Restwert bei 0,99 Prozent Sollzins. [6]


Als Firmenauto: ab Jänner 180 Euro Sachbezug, für jede Version
Wer ein Auto des Arbeitgebers auch privat fahren darf, versteuert dafür einen Sachbezug, einen fiktiven Teil des Lohns. Bei Benzin und Diesel sind es 2 Prozent der Anschaffungskosten im Monat, höchstens 960 Euro. [8] Für Elektroautos war der Wert bisher null. Eine Verordnung des Finanzministeriums vom September ändert das: [7]
- 2027: 0,375 Prozent der tatsächlichen Anschaffungskosten inklusive Umsatzsteuer und NoVA, höchstens 180 Euro im Monat.
- Ab 2028: 0,625 Prozent, höchstens 300 Euro im Monat.
- Die Regel gilt ab dem ersten Lohnzeitraum, der nach dem 31. Dezember 2026 endet, auch für Elektroautos, die schon gefahren werden, und bei einer Gehaltsumwandlung. [7]
Beide Deckel greifen ab 48.000 Euro Anschaffungskosten. Der Polestar 4 SUV liegt in jeder Version darüber, auch mit Rabatt: 0,375 Prozent von 57.990 Euro wären 217,46 Euro, vom Aktionspreis 53.990 Euro noch 202,46 Euro. [11] Für den Dienstnehmer sind es deshalb bei jedem Polestar 4 SUV 180 Euro im Monat 2027 und 300 Euro ab 2028, beim Hecktriebler genauso wie beim Allradler mit Performance-Paket. Die 10.500 Euro dazwischen zahlt allein der Betrieb.

Aufs Jahr gerechnet werden 2027 also 2.160 Euro Sachbezug steuerpflichtig, ab 2028 3.600 Euro. Was das netto kostet, hängt vom eigenen Steuersatz ab: Bei einem Grenzsteuersatz von 40 Prozent sind es rund 72 Euro mehr Lohnsteuer im Monat, ab 2028 rund 120 Euro, beim Satz von 48 Prozent 86,40 und 144 Euro. Dazu kommen Sozialversicherungsbeiträge, solange das Gehalt unter der Höchstbeitragsgrundlage liegt. [11] Ein Benziner zum Preis des Rear Motor käme auf 960 Euro Sachbezug, weil 2 Prozent von 57.990 Euro über dem Deckel liegen. [8] Wer im Dezember 2026 ausgeliefert bekommt, fährt nur diesen einen Monat ohne Sachbezug. Gratis Laden beim Arbeitgeber bleibt auch 2027 frei. [9]
Für den Betrieb: 6.667 Euro Vorsteuer und keine NoVA
Anders als beim Verbrenner darf ein Unternehmen beim Elektroauto die Vorsteuer abziehen, voll allerdings nur bis 40.000 Euro brutto. Darüber wird der Abzug über die Eigenverbrauchsbesteuerung gekürzt, über 80.000 Euro entfällt er ganz. [9] Weil jeder Polestar 4 SUV zwischen diesen Grenzen liegt, auch die First Edition mit rechnerisch 70.090 Euro Listenpreis, bringt jede Version dem Betrieb 6.667 Euro Vorsteuer. Beim Rear Motor zum Listenpreis bleiben damit von 9.665 Euro Umsatzsteuer 2.998 Euro nicht abziehbar. [11] Motorbezogene Versicherungssteuer zahlen Elektroautos seit April 2025. [9]
Was das SUV besser kann als das Coupé
Von vorne bis zur B-Säule ist das SUV mit dem Coupé gleich, 4,84 Meter lang, mit drei Metern Radstand. Ab dort fällt das Dach später ab: Im Fond bleiben 2,5 Zentimeter mehr Kopffreiheit, und hinten sitzt eine echte Scheibe. [1] Serienmäßig gibt es einen normalen Innenspiegel, der digitale Rückspiegel des Coupés ist als Extra zu haben. [3] [2]

Der Kofferraum fasst bis zur Rücksitzlehne 530 Liter, kaum mehr als die 526 Liter im Coupé. Bis zum Dach beladen sind es aber 655 Liter, umgeklappt 1.665 statt 1.536 Liter, 129 Liter mehr. [3] [4] Durch die steilere Klappe passen auch sperrige Dinge besser hinein, sagt Polestar-Österreich-Chef Matthias Schabetsberger. [1] Die Dachreling ist serienmäßig und für 100 Kilogramm in Fahrt und 300 Kilogramm im Stand ausgelegt, etwa für ein Dachzelt. Gebremst zieht der Rear Motor 1.500 und der Dual Motor 2.000 Kilogramm. [3]
Über einen Adapter, der extra kostet, gibt der Akku bis 3,3 kW an Geräte ab. [3] Ein Camping-Modus hält dazu Klimaanlage und Steckdosen dauerhaft in Betrieb, und beides soll per Update auch auf bestehende Polestar 4 kommen. [2] Trotz rund 35 Kilogramm mehr Gewicht kommt das SUV laut WLTP weiter als das Coupé, 630 statt 620 Kilometer mit Heckantrieb. [3] [4] Geladen wird an der Schnellladesäule mit höchstens 200 kW, von 10 auf 80 Prozent in rund 30 Minuten, an der Wallbox mit 11 kW, gegen Aufpreis 22 kW. Die 800-Volt-Technik des Polestar 3 bekommt der Polestar 4 nicht. [3] [2]

Bildergalerie: der Polestar 4 SUV
12 Fotos · wischen











Polestar in Österreich: 13 Standorte und ein Auto aus Südkorea
Gebaut wird der Polestar 4 im Werk von Renault Korea in Busan. Bei der Österreich-Premiere im September berichtete Schabetsberger von 610 Neuzulassungen im ersten Halbjahr 2026, 11 Prozent mehr als ein Jahr davor, nach 759 im ganzen Jahr 2025. Statt drei Polestar Spaces in Wien, Graz und Linz gibt es inzwischen 13 Standorte, seit die Marke auch über Händler verkauft. [1] Als Nächstes sollen im zweiten Halbjahr 2027 der neue Polestar 2 und im Jahr darauf der Polestar 7 kommen. [1]


Quellen und Referenzen
[1] DER STANDARD — Der Polestar 4 SUV ist schön – und praktisch wie ein Lifestyle-Kombi (Österreich-Premiere), Andreas Stockinger, 16. September 2026
https://www.derstandard.at/story/3000000340095/der-polestar-4-suv-ist-schoen-und-praktisch-wie-ein-lifestyle-kombi
[2] DER STANDARD — Schluss mit lustig, Polestar 4 SUV: Zur Vernunft gekommen, Felix Pisecker, 2. November 2026
https://www.derstandard.at/story/3000000346711/schluss-mit-lustig-polestar-4-suv-zur-vernunft-gekommen
[3] Polestar Österreich — Polestar 4 SUV, Technische Daten, abgerufen am 8. November 2026
https://www.polestar.com/at/polestar-4-models/polestar-4-suv/specifications/
[4] Polestar Österreich — Polestar 4 Coupé, Technische Daten, abgerufen am 8. November 2026
https://www.polestar.com/at/polestar-4-models/polestar-4-coupe/specifications/
[5] Polestar Österreich — Konfigurator Polestar 4 SUV, Performance-Paket und Business-Paket, abgerufen am 8. November 2026
https://www.polestar.com/at/configure/polestar-4-suv/performance-pack/
https://www.polestar.com/at/configure/polestar-4-suv/business-pack/
[6] Polestar Österreich — Polestar 4 SUV, Angebote für Privatkunden (First Edition, SUV-Bonus, Berechnungsbeispiele, Stand August 2026), abgerufen am 8. November 2026
https://www.polestar.com/at/offers/private/polestar-4-suv/
[7] Bundesgesetzblatt — BGBl. II Nr. 272/2026, Änderung der Sachbezugswerteverordnung, 11. September 2026
https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblAuth/BGBLA_2026_II_272/BGBLA_2026_II_272.html
[8] RIS — Sachbezugswerteverordnung § 4, Privatnutzung des arbeitgebereigenen Kraftfahrzeuges
https://www.ris.bka.gv.at/NormDokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20001641&Paragraf=4
[9] WKO — Elektromobilität aus steuerlicher Sicht
https://www.wko.at/steuern/elektromobilitaet-steuerliche-sicht
[10] AUTO ZEITUNG — Polestar 4 SUV: Viel Platz im Heck und mehr, 2. September 2026 (Preise in Deutschland, Stand September 2026)
https://www.autozeitung.de/polestar-4-suv-vorstellung-news-301140.html
[11] Berechnung Motor News: Sachbezug = Anschaffungskosten × 0,375 % (max. 180 €) bzw. × 0,625 % (max. 300 €), Deckel ab 48.000 €; Lohnsteuer bei 40 bzw. 48 % Grenzsteuersatz ohne Sozialversicherung; Umsatzsteuer = Preis / 6, Vorsteuer = 40.000 € / 6; Netto AT = Preis / 1,2, Netto DE = Preis / 1,19 (Dual Motor: 55.378 − 53.325 €; Rear Motor: 48.655 − 48.325 €); First Edition: 59.990 + 10.100 € = 70.090 €; Performance: 63.990 + 4.500 € = 68.490 €; ohne weitere Extras



